Freitag, 23. Mai 2008

Cannabinoide stoppen Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs

Studie: Cannabinoide stoppen das Wachstum von Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs

07.07.2006

Laut klinischen Studien, die in der Juli-Ausgabe der American Association for Cancer Research veröffentlicht wurden, blockierte eine Komponenten im Cannabis das Wachstum von Brustkrebs- und Bauchspeicheldrüsenkrebszelllinien.

In einer Studie haben Forscher der Complutense University in Spanien und das Institut National de la Sante et de la Recherche Medicale (INSERM) in Frankreich die antikanzeröse Aktivität von Cannabinoiden bei pankreatischen Krebszelllinien bei Tieren untersucht. Die Zuführung von Cannabinoiden hat selektiv die Apoptose (den programmierten Zelltod) in pankreatischen Tumor-Krebszellen ausgelöst, während gesunde Zellen dabei übergangen wurden. Darüber hinaus wurde bei den Tieren »durch die Anwendung mit Cannabinoiden die Metastasierung von pankreatischen Tumor-Krebszellen unterbunden und das Wachstum der Tumore reduziert«.

»Diese Ergebnisse könnten zu einer neuen therapeutischen Herangehensweise zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs beitragen«, so die Wissenschaftler.

Bei der zweiten Studie berichteten Forscher der Complutense University in Spanien, dass durch die Zugabe von »THC die Proliferation von menschlichen Brustkrebszellen [in-vitro] gehemmt wurde, indem der Vorgang des Zell-Zykluses durch die Einleitung der Apoptose unterbunden wurde«. Die Wissenschaftler folgerten, dass sie mit ihren Forschungsergebnissen »möglicherweise den Grundstein für eine cannabinoide Therapieform für die Behandlung von Brustkrebs legen könnten«.

Vorherige Daten von vorklinischen Studien, die in der Mai-Ausgabe des Journal of Pharmacological and Experimental Therapeutics veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass die nicht-psychoaktiven Cannabinoide und insbesondere der Stoff Cannabidiol (CBD) dramatisch die Metastasierung von Brustkrebszellen unterbanden und und es wurde ihre Anwendung für die Krebstherapie empfohlen.

Mehrere Studien haben ebenso gezeigt, dass Cannabinoide die Größe und die Metastasierung von Glioma (Gehirntumor) bei Tieren und beim Menschen abhängig von der Dosis reduzieren konnten. Zusätzliche vorklinische Studien haben gezeigt, dass Cannabinoide das Wachstum hemmen und selektiv den programmierten Zelltod neben anderen Krebszelllinien in Hautkrebszellen, Leukämiezellen, Lungenkrebszellen und Prostatakrebszellen einleiten konnten.

Für weitere Informationen, bitte Kontakt aufnehmen mit: Paul Armentano, NORML Senior Policy Analyst, at (202) 483-5500. Full text of both studies, »Cannabinoids induce apoptosis of pancreatic tumor cells via endoplasmic reticulum stress-related genes« and »Delta-9-tetrahydrocannabinol inhibits cell cycle progression in human breast cancer cells through Cdc2 regulation« are available in the July 1, 2006 issue of Cancer Research, available online at: http://cancerres.aacrjournals.org/

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05.02.2008
Cannabinoide gegen Krebs
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Cannabis-Substanzen hungern im Laborversuch Hirntumore aus
16.08.2004
Bildung von Blutgefäßen verhindert
Vgl. »Cancer Research« (Bd. 64, Nr. 16)
London - Die berauschenden Substanzen in Cannabis können möglicherweise im Kampf gegen Hirntumore eingesetzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Sonntag im Fachjournal »Cancer Research« veröffentlichte Studie der Complutense-Universität in Madrid. Das Team um Manuel Guzmán beobachtete, dass die für das »High«-Gefühl verantwortlichen Cannabinoide bei Mäusen das Wachstum von Blutgefäßen behinderten, die den Tumor »füttern«. Die Substanzen blockierten ein Protein, das für das Sprießen von Blutgefäßen sorgt. So werde die Blutzufuhr zu den Krebsgeschwüren unterbrochen, hieß es.
Bei den Labormäusen verringerte sich durch die Cannabinoide die Aktivität des so genannten VEGF-Proteins (Vascular Endothelial Growth Factor) deutlich. Dies beobachteten die Forscher auch bei Gewebeproben zweier Krebspatienten, die unter Glioblastomen litten, sehr bösartigen Hirntumoren.
Normalerweise werden diese bösartigen Hirntumore chirurgisch behandelt, gefolgt von einer Strahlentherapie, regelmäßig auch in Verbindung mit einer Chemotherapie. Oftmals aber wird der Tumor nicht vollständig zerstört. Mit den Cannabis-Substanzen könnte nach Ansicht der Forscher nun möglicherweise ein zusätzlicher Weg zur Bekämpfung dieser Krebsart beschritten werden. (APA)


Cannabis-Inhaltsstoff stoppt Metastasierung von aggressiven Brustkrebskrebszellen




Tetrahydrocannabinol wirkt gegen Leukämie
01.03.2006
Der Cannabis-Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinol (THC) kann Leukämie-Krebszellen zerstören. Englische Forscher fanden in den THC-behandelten Zellen mehr als 18.000 veränderte Gene. Der Wirkstoff könnte sich besonders für die Behandlung von Leukämiezellen eignen, die sich im Knochenmark ausbreiten und dadurch die Blutbildung stören. Cannabis wird schon länger als Schmerzmittel oder Appetitmacher verwendet, die Wirkung als Tumor-Killer wurde erst in letzter Zeit entdeckt. In Deutschland erkranken jährlich etwa 10.000 Menschen an Blutkrebs. Ob der Wirkstoff auch bei den über 150 anderen Krebsarten eingesetzt werden kann, ist fraglich.
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Bereits letztes Jahr hatte eine grosse amerikanische Studie den für viele überraschenden Befund ergeben, dass selbst jahrzehntelanges Hanf-Rauchen das Lungenkrebs-Risiko nicht erhöht. Im Gegenteil - die Cannabiskonsumenten hatten ein vermindertes Lungenkrebs-Risiko!
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